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BFSG bei WooCommerce: Was Sie in WordPress selbst prüfen können

WooCommerce ist ein Zusatz für WordPress. Wie barrierefrei Ihr Shop ist, hängt deshalb an drei Dingen: Ihrem WordPress-Theme, Ihren Plugins und Ihren Inhalten. Hier steht, wo Sie nachsehen.

Stand: 28. Oktober 2026. Technische Information, keine Rechtsberatung.

Kurz gesagt: Bei WooCommerce gibt es nicht „die eine Einstellung“ für Barrierefreiheit. Typische Hürden kommen aus dem Theme, aus Plugins wie Cookie-Bannern, Slidern oder Produktfiltern und aus Bildern ohne Beschreibung. WooCommerce-Shops haben oft viele Plugins, deshalb lohnt sich ein Blick auf jedes einzelne.

Was WooCommerce selbst mitbringt.

Für WordPress-Themes gibt es die Kennzeichnung „accessibility-ready“. Themes mit diesem Etikett wurden im offiziellen Verzeichnis auf Grundregeln geprüft, zum Beispiel Tastaturbedienung, sichtbare Fokus-Markierung und Kontraste. Das ist ein guter Anfang, aber keine Prüfung Ihres fertigen Shops: Plugins und Inhalte kommen noch dazu.

Unser Rat: Schauen Sie nach, ob Ihr Theme dieses Etikett trägt. Kaufthemes von anderen Marktplätzen haben es meist nicht. Fragen Sie dann den Anbieter, für welche Version er die WCAG 2.1 Stufe AA erfüllt.

Sechs Stellen, die Sie bei WooCommerce prüfen sollten.

  1. Bildtexte in der Mediathek

    Jedes Produktbild braucht einen kurzen Text, der sagt, was zu sehen ist. Reine Schmuckbilder bekommen keinen Text, damit der Bildschirmleser sie überspringt.

    So gehen Sie vor: In WordPress: Medien → Mediathek → Bild anklicken → Feld Alternativer Text. Achten Sie auch auf die Galerie-Bilder und die Bilder der Varianten (Farbe, Größe). Das sind eigene Bilder und haben oft keinen Text.

    Quelle: WordPress Accessibility Handbook: Alternativtexte (englisch)

  2. Theme: Farben, Schrift, Fokus

    Hellgraue Schrift, kleine Preise und Knöpfe ohne sichtbaren Rahmen beim Ansteuern mit der Tastatur gehören zu den häufigsten Hürden.

    So gehen Sie vor: In WordPress: Design → Customizer oder Design → Editor (bei Block-Themes) → Farben und Typografie. Text braucht ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5 zu 1.

    Quelle: WordPress Themes Handbook: Anforderungen für „accessibility-ready“ (englisch)

  3. Plugins von anderen Anbietern

    Cookie-Banner, Produktfilter, Slider, Bewertungs-Sterne, Chat-Fenster: Für Ihre Kunden gehört das alles zu Ihrem Shop. Kann man ein Banner nicht mit der Tastatur schließen, kommt niemand weiter.

    So gehen Sie vor: Prüfen Sie jedes sichtbare Plugin einmal nur mit der Tastatur (Tab-Taste, Enter, Esc). Deaktivieren Sie, was Sie nicht brauchen. Weniger Plugins heißt weniger Hürden und ein schnellerer Shop.

  4. Kasse und Kundenkonto

    In der Kasse zählen beschriftete Felder, verständliche Fehlermeldungen und eine Reihenfolge, die man mit der Tastatur durchlaufen kann. Viele Plugins verändern die Kasse, etwa für Rechtstexte-Häkchen oder Zahlarten.

    So gehen Sie vor: Machen Sie einmal einen Testkauf nur mit der Tastatur bis vor die Zahlung. Notieren Sie, wo Sie hängen bleiben. Das ist die wichtigste Strecke Ihres Shops.

  5. Überschriften und Seitenaufbau

    Bildschirmleser springen über die Überschriften durch eine Seite. Dafür braucht jede Seite genau eine Hauptüberschrift und darunter sinnvoll gestufte Zwischenüberschriften.

    So gehen Sie vor: Im Block-Editor bei jeder Überschrift die Stufe (H2, H3) nach Inhalt wählen, nicht nach Schriftgröße.

  6. Barrierefreiheitserklärung im Fußmenü

    Wenn das BFSG für Sie gilt, müssen Sie Informationen zur Barrierefreiheit veröffentlichen. Üblich ist eine eigene Seite, verlinkt im Fuß jeder Seite.

    So gehen Sie vor: Text mit unserem kostenlosen Generator erstellen. In WordPress: Seiten → Erstellen. Danach im Fußmenü verlinken: Design → Menüs oder bei Block-Themes Design → Editor → Fußbereich.

Häufige Fragen.

Ist WooCommerce barrierefrei?

WooCommerce selbst ist nur ein Teil. Entscheidend sind Ihr Theme, Ihre Plugins und Ihre Inhalte. Deshalb kann derselbe WooCommerce-Shop gut oder schlecht bedienbar sein.

Gibt es ein Plugin, das meinen Shop barrierefrei macht?

Ein Plugin kann einzelne Dinge erleichtern, etwa fehlende Bildtexte finden. Es kann aber nicht alle Hürden im Theme und in anderen Plugins beheben. Einblendungen mit Symbol am Bildschirmrand legen nur eine zusätzliche Bedienung darüber, mehr dazu in unseren Fragen und Antworten.

Was bedeutet „accessibility-ready“?

Das ist ein Etikett im offiziellen WordPress-Verzeichnis für Themes, die bestimmte Grundregeln erfüllen. Es sagt etwas über das Theme, nicht über Ihren fertigen Shop mit allen Plugins und Inhalten.

Quellen und Stand.

Gelesen am 28. Oktober 2026. Hersteller ändern ihre Menüs und Versionen regelmäßig, Gesetze und Normen ändern sich ebenfalls. Bitte prüfen Sie den aktuellen Stand selbst nach. Das ist eine technische Information und keine Rechtsberatung.

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